Die Gesundheitskulturen in Havanna sind durch ökologische, soziopolitische, institutionelle und individuelle Aspekte ebenso charakterisiert wie durch die Co-Präsenz von Wissenschaft, Religion und Animismus. Viele kubanische Akteur*innen wenden sich im Falle von Krankheit nicht nur an Institutionen der modernen Schulmedizin. Sie suchen auch Hilfe in komplementären und traditionellen Therapieformen. Letztere sind oft in afrokubanischen Religionen verortet. In diesem Vortrag werde ich die Grundstrukturen und Probleme des kubanischen Gesundheitssystems vorstellen sowie Praktiken der sogenannten Santería anhand von Beispielen erläutern.